Liebe Patienten,

der Sommerurlaub steht vor der Tür.

Die Praxis ist vom 19.07.– 06.08. geschlossen,
ab Montag den 00.08. sind wir wieder ab 13:00 erreichbar.

In dringenden Notfällen werden wir vertreten von meiner Kollegin Frau Julia Gielen, sie ist zunächst telefonisch unter 0151 74503636 erreichen.
Sie wird mit Ihnen ggf. einen persönlichen Termin vor Ort in unserer Praxis vereinbaren.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Sommerzeit,

Ihr Praxisteam Andreas Flörchinger,
Martina Krones und Elke Hey

PS: An den Wochenenden, Mittwochs ab 14:00, Freitags ab 16:00 und an den Werktagen ab 19:00 auch die kassenärztliche Notdienstzentrale, 116117.

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08.04.21:
Corona-Spezial aus

gesundheit aktiv

Unser Kompass zu COVID-19 und Gedanken über die Krisenzeit

Hier finden Sie aktuelle Berichte, Informationen und Stellungnahmen zur Corona-Pandemie sowie Gedanken über die Krisenzeit. Wir aktualisieren diesen Bereich in unregelmäßigen Abständen – je nach Lage der Dinge.

In diesem Zusammenhang sei auch auf unser Archiv hingewiesen. Wir haben uns dafür entschieden, jeweils nur die vergangenen zwei bis drei Monate zu dokumentieren, vor allem, weil vieles, was wir in der Zeit davor geschrieben und kommentiert haben, inzwischen wieder überholt ist und leicht zu Missverständnissen Anlass geben kann.

Und noch eine Erklärung vorneweg: So manches, worauf wir hinweisen, wirft einen kritischen Blick auf den derzeitigen Kurs der Bundesregierung. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir die Pandemie in ihrer Existenz in Frage stellen. Wir sind uns sehr wohl der Gefahren bewusst, die sich mit einer Infektion mit SARS-CoV-2 verbinden können. Wir sind uns vor allem auch der fatalen weltweiten Auswirkungen bewusst, die diese Pandemie schon jetzt nach sich zieht und fürderhin noch ziehen wird. Wir bringen diese Zusammenstellung an Informationen und Quellen, weil sie ergänzend notwendig sind, um einen offenen, fairen und sachgemäßen demokratischen Dialog zu führen, ohne den wir in einer totalen Spaltung der Gesellschaft landen.

Chaos, Chaos und kein Ende

Lockdowns, Verbote, Angstmache

So viel Chaos gab es selten in der Republik. Seit November werden die Menschen mit Durchhalteparolen verschiedenster Art hingehalten. Man müsse nur noch ein paar Wochen die Zähne zusammenbeißen und konsequent sein, dann sei alles überstanden, heißt es immer wieder. Dann seien genügend Menschen geimpft und alles Leben könne wieder seinen gewohnten Gang nehmen.

Dass das so sein wird, glaubt jedoch kaum noch jemand. Zu widersprüchlich ist die Politik, wie zum Beispiel das Hin und Her beim Einsatz des Impfstoffes von AstraZeneca zeigt. Erst hieß es, er eigne sich nur für die Jungen, dann auch für Ältere, und jetzt – nach nicht mehr zu übersehenden Todesfällen junger Frauen durch Hirnvenenthrombosen – nur noch für über 60-Jährige. Erst hieß es, die Wirksamkeit liege bei rund 80 Prozent, dann musste die Firma diesen Wert nach unten korrigieren, gegen die Südafrika-Variante von SARS-CoV-2 beträgt sie sogar nur noch 10 Prozent. Anfangs hieß es noch, der Impfstoff sei trotz des Thrombose-Risikos sicher und solle nicht zurückgehalten werden; der bayrische Ministerpräsident Markus Söder meinte sogar, „wer will und wer es sich traut, soll auch die Möglichkeit haben“, sich mit AstraZeneca impfen zu lassen (SZ Live-Ticker, Meldung vom 30. März 15:02 Uhr). Impfen also als Mutprobe? Auch das Kanzleramt zögerte – und ließ den Impfstoff weiter einsetzen, obwohl schon klar war, dass die Ständige Impfkommission (STIKO) den Einsatz nur noch bei über 60-Jährigen empfehlen würde, wie das ZDF herausfand.

Inzwischen rudert sogar die Europäische Arzneimittelbehörde EMA zurück: Es sei klar, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und Thrombosen gebe, sagte der Chef der EMA-Impfabteilung, Marco Cavaleri, wie die WELT berichtet (das Original-Interview gab Cavaleri der Zeitung Il Messagero). Damit steht er allerdings im Widerspruch zu den bisherigen Verlautbarungen des Amtes, das den Impfstoff uneingeschränkt weiterhin empfiehlt und sich damit auch gegen die Empfehlung der STIKO stellt und die Risiken herunterspielt. Allerdings gehen auch britische Wissenschaftler für Arzneimittelsicherheit von einer solchen Kausalität aus, wie der Guardian meldet. Die Studien zur Anwendung des Impfstoffes bei Kindern und Jugendlichen wurden inzwischen gestoppt, wie The Wall Street Journal berichtet.

Es ist zuallererst die mangelnde Transparenz in der Kommunikation, die immer wieder das Vertrauen der Bevölkerung zum Einsturz bringt – wenn nicht schrankenlos alles auf den Tisch gebracht wird, was man weiß und was man nicht weiß, lässt sich keine Glaubwürdigkeit und Vertrauensbasis entwickeln. Zudem fällt der Politik wenig ein, um der Bevölkerung eine Perspektive zu weisen, einen Lichtblick am Ende des Corona-Tunnels. Zu wenig wird auf lokale Gegebenheiten eingegangen, zu wenige Ideen entwickelt, zu wenig Selbstverantwortung in die Hände der Bürger*innen und Einrichtungen gelegt. Dabei gibt es gute Beispiele, von Cochem-Zell an der Mosel bis Tübingen (ein anschaulicher Bericht unter dem Titel „Mehr Tübingen wagen?“ findet sich auch in der SZ). Es ist ja auch kaum nachzuvollziehen, warum ein Ort mit einer Inzidenz von 10 alles ebenso geschlossen halten soll wie ein Ort mit einer Inzidenz von 200. Oder warum man nach Mallorca fliegen, aber nicht in die Ferienwohnung an der Ostsee oder in den Bergen fahren darf. Warum Buchläden öffnen dürfen, Modegeschäfte aber nicht. Noch weniger leuchtet ein, dass man im Freien Maske tragen soll, wo doch einer der namhaftesten Aerosolexperten – der Physiker Dr. Gerhard Scheuch – klipp und klar sagt: „Ansteckungen im Freien sind bei dieser Pandemie kaum möglich“ und: „Wir müssen raus aus den gefährlichen Innenräumen!“ bzw.: „Alles, was man draußen machen kann, kann man sofort öffnen“.

Stattdessen werden vielerorts auch noch Ausgangssperren propagiert, z. B. von Karl Lauterbach, und sogar der Epidemiologe Klaus Stöhr will sie nicht ganz ausschließen, wie die WELT berichtet. Demgegenüber hält der Stanford-Professor John Ioannidis solche Maßnahmen für schädlich und plädiert dafür, „auf keinen Fall Ausgangsbeschränkungen, Schulschließungen oder Ähnliches“ zu etablieren: „Auf lange Sicht verschlimmern solche gesetzlichen Einschränkungen die Lage. Während einer aktiven Welle müsste man die Pflegeheime noch besser schützen und die sonstigen Risikogruppen zu noch mehr Social Distancing aufrufen. (…) Vorläufig scheint es, als habe der Lockdown sogar einen negativen Effekt gehabt. Fallzahlen sinken auch ohne solche Maßnahmen wieder.“ Die weniger restriktiven Maßnahmen würden ausreichen. Ausgangssperren könnten sogar schaden.

„Ausgangssperren sind ein nutzloses Konzept“ meint auch Gerhard Strate, einer der prominentesten Strafverteidiger des Landes, in der WELT und reichte einen Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Anordnung ein, der diese Woche beim Hamburger Verwaltungsgericht verhandelt wird. Seine Begründung: „Die vorliegenden Zahlen der Corona-Infektionen lassen nicht erkennen, dass die angekündigte Ausgangssperre eine verhältnismäßige, grundrechtskonforme Maßnahme wäre.“ Und er kommentiert: „Diese dauerhafte Verbotspolitik hat dazu geführt, dass selbst in einer doch so liberalen und offenen Stadt wie Hamburg eine Atmosphäre der Denunziation entsteht. Das ist kaum noch zu ertragen. 72 Jahre Grundgesetz und 70 Jahre Rechtsprechung des Verfassungsgerichts haben bei manchen wohl doch nicht die freiheitliche Grundeinstellung hinterlassen, die ich erwartet hätte. Gerade bei den führenden Politikern.“

Ebenso schreibt der Rechtsprofessor Volker Boehme-Neßler von der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg in einem Gastbeitrag für die ZEIT, die Ausgangssperren seien „nicht von der Verfassung gedeckt“, die Maßnahme sei „zu drastisch und zugleich wenig wirksam“. Ausgangssperren seien ein probates Mittel der Politik in Diktaturen und autoritären Regimen: „Sie dienen dazu, das Verhalten der Bevölkerung zu kontrollieren. Letztlich zerstören sie das öffentliche Leben und behindern Kontakte und Kommunikation unter den Bürgerinnen und Bürgern. Deshalb sind sie gut geeignet, um autoritäre Staatsmacht zu sichern. In Demokratien sind sie eher verpönt. Vor diesem Hintergrund ist es mehr als irritierend, dass in Deutschland und in anderen europäischen Staaten Ausgangssperren verhängt werden.“ Die Politik ignoriere andere Maßnahmen, die weniger tief in die Grundrechte eingreifen: „Überzeugen, mitnehmen und motivieren – das ist der demokratische Weg, auch in einer bedrohlichen Pandemie.“ Die Politik habe den Draht zur Bevölkerung verloren: „Was wir erleben, ist keine gleichberechtigte Kommunikation unter Partnerinnen auf Augenhöhe. Wir erleben stattdessen Pressekonferenzen, in denen harte Grundrechtseinschnitte verkündet und notdürftig, nicht selten floskelhaft begründet werden. Wir sehen im Fernsehen eine Kanzlerin, die völlig verständnislos auf Kritik reagiert und kaum ihren Unmut über die uneinsichtige Bevölkerung verbergen kann. Auch die anderen Spitzenpolitiker kommunizieren von oben nach unten, nicht auf Augenhöhe. Das spüren die Menschen, und es demotiviert sie. Hier liegt eine tiefere Ursache der Pandemiemüdigkeit.“

Währenddessen werden jedoch weiterhin Angst und Panik geschürt, auch von den Grünen. So behauptete der Arzt und Bundestagsabgeordnete Janosch Dahmen z. B. am 21. März bei Anne Will: „Wir haben 65.000 Menschenleben in 140 Tagen verloren. (…) Die Gruppe, die jetzt gefährdet ist, die 50- bis 80-Jährigen, die sind alle ungeimpft. Die werden alle sterben. Es werden viele sterben. Es werden viele ihr Leben lang Folgen behalten.“ Auf welcher Grundlage er solche waghalsigen Prophezeiungen wagt, hat er allerdings nicht verraten.

Dahmen wusste sich jedoch durchaus einig mit Christian Drosten: „Für die Jahrgänge ab 50 wird es ‚brenzlig‘“, wie der SPIEGEL berichtet. Die Situation werde sich wegen der englischen Mutante „drastisch erschweren“, weshalb „ein erneuter Lockdown“ nötig sei, um die Dynamik zu stoppen, sagte er am 30. März im Coronavirus-Update von NDR-Info. Die Situation sei „sehr, sehr ernst und sehr kompliziert“. Fazit: „Es bleibt nur noch der Holzhammer.“ In diesem Podcast diffamiert Drosten ein weiteres Mal alle Andersdenkenden pauschal als „Pseudoexperten“. Sie hätten zwar Professoren- und Doktortitel, seien aber nicht vom Fach und häufig schon „lange Zeit im Ruhestand“. Konkret benennt Drosten die Verfasser der KBV-Stellungnahme im Herbst (Andreas Gassen – ein Arzt, Hendrik Streeck und Jonas Schmidt-Chanasit – beide Virologen) oder auch die Wissenschaftler*innen der „Great Barrington Declaration“. Sie alle würden nur „eine Minderheitsmeinung“ repräsentieren, die gegen eine „Mehrheitsmeinung von professionellen Wissenschaftlern“ stehe.

Seit Wochen steuere Deutschland „für alle sichtbar auf Katastrophenkurs“ meint der SPIEGEL und titelt gleich: „Das letzte Gefecht“: „Immer lauter werden die Warnungen aus verschiedenen Richtungen. Intensivärzte, Virologen, Mathematiker, von Biontech-Gründer Ugur Sahin über den Virologen Christian Drosten bis hin zum SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach, sie alle sagen das gleiche: Die Pandemie droht zu entgleisen, die dritte Welle türmt sich auf, überwältigende Infektionszahlen drohen, bis zu 100.000 neue Corona-Fälle am Tag ab Anfang Mai sind möglich. Trotz der aktuellen Einschränkungen.“

Der Weltärztekammer-Präsident Frank-Ulrich Montgomery liebt es noch drastischer und plädiert für weitere harte Eingriffe seitens des Staates (Liveticker, Meldung vom 6. April, 16:11 Uhr): „Wenn wir keinen Lockdown machen würden, dann würde diese Infektion jetzt völlig ungebremst über das ganze Land hinwegrollen. Dabei würde eine ganze Reihe von Menschen zusätzlich sterben, zu allen anderen, bis zu 200.000 sind die Prognosen.“

Fast alle solche Hochrechnungen und die daraufhin von der Politik angeordneten Maßnahmen beruhen auf mathematischen Modellierungen. Solche epidemiologischen Modelle seien jedoch eher „mit Wettervorhersagen vergleichbar“, meint der Physik-Professor Frank Scheffold in einem Interview mit der WELT. Mal stimmen sie, mal nicht: „Die Erfahrungen aus den vergangenen Monaten zeigt, dass Vorhersage und eingetretene Realität sehr oft eklatant auseinanderlagen.“ Die Pandemie sei „ein Wechselspiel zwischen Infektionsgeschehen, Maßnahmen, menschlichem Verhalten und öffentlicher Erwartung.“ Man sollte schon Worst-Case-Szenarien abschätzen und die Infrastruktur darauf einstellen. „Aber man sollte auf keinen Fall die ganze Strategie und Debatte darauf aufbauen.“

„Was sich in Reagenzgläsern und im Labor hundertausendfach ohne Ausnahme belegen lässt, ist deswegen noch lange nicht überall im Alltag zutreffend“, meint auch der frühere Direktor des Hamburgischen Weltwirtschafts-Instituts und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Uni Hamburg, Thomas Straubhaar in einem Gastbeitrag für die WELT. Spätestens wenn es „um praktische Bewertungen von Wirkungszusammenhängen und Korrekturmechanismen“ gehe, sei es „mit der Allgemeingültigkeit theoretischer Erkenntnisse endgültig vorbei“. Die Zero-Covid-Bewegung müsse sich „die Kritik gefallen lassen, dass sie mit ihren konkreten Politikempfehlungen zwangsläufig den harten Boden der Wissenschaft verlassen“ habe: „Sie ist nichts mehr als eine Ideologie, an die man glauben mag oder nicht.“ Straubhaar empfiehlt, dass man „Menschen auch (und gerade!) in schwierigen Pandemiezeiten tun lässt, was sich bei der Bewältigung von Komplexität in aufgeklärten Gesellschaften bestens bewährt hat: durch alltägliche Erfahrungen von unten und nicht durch Zwang von oben.“ Weniger Vorschriften und mehr Selbstverantwortung seien die beste Strategie, um Komplexität von unten zu reduzieren.

„Mehr Freiheit wagen“ fordern auch Michael Esfeld, Professor für Wirtschaftsphilosophie an der Universität Lausanne und Mitglied der Leopoldina, und der Ökonom und Philosoph Philip Kovce, Mitglied im Thinktank 30 des Club of Rome, in einem Meinungsbeitrag in der WELT. Die derzeitigen Kontrollmaßnahmen des Staates begrenze die Freiheit des Einzelnen nicht zum Wohle aller, sondern ersticke sie letztlich zulasten aller im Keim: „Ein Grund, warum Freiheitsrechte inzwischen derart verramscht werden, liegt darin, dass akademische Marktschreier dringend deren Ausverkauf anpreisen. Tenor: Der Mensch sei dem Menschen ein Virus, weshalb alle ‚Viren‘ zum Schutz voreinander von Staats wegen isoliert werden sollten. Virusfrei first, Grundrechte second. Wer im Zuge dieser Virokratie nicht mehr Diktatur wagen will, dem wird vorgeworfen, den Ernst der Lage zu verkennen oder gar Böses im Schilde zu führen.“ Der Staat sollte sich „darauf beschränken, den Schutz von Risikogruppen zu ermöglichen und den Schutz von Grundrechten zu gewährleisten. Dafür könnte er nicht nur Masken, Impfstoffe und Schnelltests bereitstellen helfen; er könnte auch jedem Bürger, wenn und solange eine ‚epidemische Lage von nationaler Tragweite‘ festgestellt wird, die rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten einräumen, freiwillig einen individuellen Lockdown anzutreten (sei es, um andere zu pflegen oder sich selbst zu schützen).“

Die Regierung bleibt jedoch bei ihrem Verbotskurs, wobei den Lockdowns ständig neue Namen verpasst werden. Mal ist es ein „Wellenbrecher-Lockdown“, ein „Lockdown light“, mal ein „harter Lockdown“ oder gar ein „Hammer-Lockdown“. Jüngst brachte Armin Laschet den „Brücken-Lockdown“ ins Spiel. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Denn ständig droht eine neue Virus-Mutante – zurzeit ist es die englische, dann gibt es ja noch die südafrikanische und brasilianische. Und das werden nicht die letzten sein. Dann also am besten gleich der „Dauer-Lockdown“? „Wir müssen endlich raus aus der Endlosschleife“ kommentiert Andreas Rosenfelder, Ressortleiter Feuilleton bei der WELT, diesen Zustand. Er erinnert daran, dass man am 20. März 2020 im Bundesministerium des Inneren verschiedene Szenarien für den Verlauf der Corona-Epidemie durchspielte und „als einigermaßen tröstlichen Best Case“ mit 126.000 Toten rechnete, was dem Verlauf einer schweren Grippe entspricht. Heute, so Rosenfelder, „würde man dafür als Corona-Leugner verhöhnt“. Bis Mitte März sind 75.000 Menschen an und mit Corona gestorben, das Durchschnittsalter liegt bei 84 Jahren: „Eine ernste Epidemie, fraglos – aber keine Menschheitskatastrophe. (…) Wer mit Lockdowns auf Mutationen reagiert, landet in einem Teufelskreis – gerade in einem Land, dessen Krisenmanagement an die späte Sowjetunion erinnert.“ Und er fragt: „Ist es überhaupt notwendig, darauf zu warten, dass alle Deutschen geimpft sind? Bei einer Krankheit, die für einen großen Teil der Bevölkerung tatsächlich nicht viel gefährlicher ist als eine Grippe? Ist es angemessen, zur Senkung der Inzidenzwerte Schulen zu schließen und so Bildungswege zu ruinieren? Darf man, um ‚Long Covid‘ bei Fünfzigjährigen zu verhindern, eine Generation von Jugendlichen in Essstörungen und Suizide treiben?“ Sein Fazit: „Wenn die Politik den Ausweg aus der Sackgasse nicht findet, wird aus einer Epidemie, die bisher harmloser verläuft als es das ‚Best-Case-Szenario‘ vor einem Jahr vorsah, unter Garantie ein historisches Worst-Case-Szenario.“

Bei der Frage, welcher Weg aus der Pandemie der richtige ist, teilt sich die Bevölkerung und auch die Politik mittlerweile in zwei Lager: Die einen fordern, das Land für kurze Zeit (zwei Wochen? drei? vier?) komplett runterzufahren, das gesamte öffentliche Leben lahmzulegen, um danach wie Phönix aus der Asche wieder neu zu erwachen – weitgehend virusfrei und in alter Frische. Die anderen plädieren für eine Anpassung an die lokalen Gegebenheiten – wo eine niedrige Inzidenz herrscht, kann man auch wieder öffnen, unter Einhaltung diverser Hygiene- und Schutzkonzepte.

Schaut man allerdings mit großem Abstand auf das Geschehen, dürfte klar sein, dass sich SARS-CoV-2 niemals wird komplett ausrotten lassen. Sämtliche „No-Covid“- oder „Zero-Covid“-Strategien sind also im Grunde obsolet, weil sie nie zum Ziel führen können, dieses Virus weltweit auszurotten, selbst wenn man die Inzidenz an irgendeinem Ort auf Null bringen könnte. Irgendeine Mutation wird es immer geben.

Vorerst bleibt allerdings unklar, wie es in Deutschland in den nächsten Wochen und Monaten weitergeht. Sicher ist jedoch eines: Weder mit noch so vielen Lockdowns noch mit Ausgangssperren oder anderen drastischen Maßnahmen wird dieses Virus wieder verschwinden. Es wird in unserem Leben bleiben. Und wir werden lernen müssen, damit zu leben – die vulnerablen Bevölkerungsgruppen bestmöglich zu schützen, Kindergärten und Schule zu öffnen (Näheres dazu unter der Überschrift Kinder und Jugendliche: Die fatalen Folgen der jetzigen Politik), aber auch Strategien und Behandlungsmöglichkeiten für die an Covid-19 Erkrankten zu entwickeln. Davon ist bisher noch viel zu wenig die Rede, dabei hätten die Naturheilkunde und auch die Anthroposophische Medizin viel Positives dazu beizutragen, wie die Erfahrungen in den anthroposophischen Krankenhäusern und Arztpraxen zeigen.

Wir brauchen endlich einen anderen Blick auf das Pandemiegeschehen. Einen Beitrag dazu haben Michaela Glöckler und Andreas Neider geleistet, indem sie zu Ostern ein Memorandum veröffentlicht haben. Es plädiert für „ein Umdenken in der Corona-Politik und mehr Verständnis für die Meinungsvielfalt in der Krise“ und möchte zu einem konstruktiven Dialog beitragen. Darin angesprochen werden so heikle Themen wie „Welche Denkweise liegt den weltweit abgestimmten Maßnahmen zugrunde, um die Pandemie erfolgreich zu bekämpfen?“, „Warum werden nicht alle Infizierten krank und von denen, die krank werden, nicht alle schwer krank?“, „Was macht Angst vor Krankheit und Tod mit uns? Was macht Mut und gibt Hoffnung und Zuversicht?“, „Welche Rolle spielen Autonomie, Teilhabe und Mitverantwortung?“ Es sind Fragen wie diese, zu deren breitem gesellschaftlichen Diskurs die Corona-Pandemie auffordert. Wenn wir darauf die richtigen Antworten finden, werden wir auch einen guten Weg aus der Pandemie herausfinden – im offenen, konstruktiven Dialog.

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Impfkampagnen und Big Pharma

Treiben wir den Teufel mit dem Beelzebub aus?

Eines ist klar: Die Impfung, die viele immer wieder als Allheilmittel und einzigen Ausweg aus der Pandemie preisen, wird uns nicht erlösen – ganz im Gegenteil. RKI-Präsident Lothar Wieler sagte schon im Januar: „Je mehr wir impfen, desto mehr Varianten werden auftreten.“

Auch der holländische Virologe und Impf-Experte Geert Vanden Bossche (der aufgrund seiner beruflichen Laufbahn über jeden Zweifel, ein Corona-Leugner zu sein, erhaben ist) warnt in einem offenen Brief an die WHO vor einem solchen Effekt sowie den möglichen Folgen der derzeit laufenden Massenimpfungen und fordert eine öffentliche Debatte unter Expert*innen der WHO und weltweit. Seine Argumentation: Die Annahme, man könne mit Massenimpfkampagnen die Infektionsrate substantiell reduzieren und neue Virus-Mutanten verhindern, sei grundlegend falsch, weil durch das breitflächige und massenhafte Impfen erst recht neue und noch infektiösere Virusmutanten entstehen können. Da die Massenimpfkampagnen in der gefährdeten, älteren Bevölkerungsgruppe begonnen haben, könnten nicht geimpfte jüngere Altersgruppen zu einem Nährboden für neue, infektiöse Varianten werden, die dann die Oberhand gewinnen und zu einem dramatischen Anstieg der Neuerkrankungen trotz erhöhter Durchimpfungsraten führen. Damit einher ginge eine zunehmende Resistenzentwicklung der Viren gegen die Impfstoffe.

Führen die Impfungen dann also womöglich erst recht zu neuen Problemen? Treiben wir den Teufel mit dem Beelzebub aus? Geraten wir mit der derzeitigen Politik womöglich immer tiefer in eine nicht enden wollende Spirale aus Impfkampagnen und Lockdowns? Und steigern wir mit antiviralen Impfstoffen, die in gesunde Prozesse der mikrobiellen und genetischen Regulation eingreifen, womöglich das Risiko für Autoimmunerkrankungen, wie der Arzt und Viren-Spezialist Thomas Hardtmuth in einem Beitrag für die Zeitschrift „Das Goetheanum“ befürchtet?

All das sind offene Fragen. Sie sind jedoch umso bedeutsamer, wenn man sich die Politik der Impfstoffhersteller genauer betrachtet, wie das die BUKO Pharma-Kampagne in ihrem „Pharma-Brief“ im März getan hat. „Atemberaubende 86,5 Milliarden Euro steckten Staaten bislang in Abnahmeversprechen für Covid-19-Impfungen – das entspricht fast einem Zehntel des gesamten Weltpharmaumsatzes“, heißt es in dem Pharma-Brief. Aber damit nicht genug, die Hersteller gehen regelrecht erpresserisch vor. So setzte z. B. der Pharma-Gigant Pfizer Staaten in Lateinamerika massiv unter Druck, um keinerlei Haftung für Nebenwirkungen und Folgen des m-RNA-Impfstoffs übernehmen zu müssen, ansonsten würden sie keine Impfstoffe liefern. Die Staaten sollen auch dann haften, wenn es sich um Versäumnisse der Herstellerfirma, um Nachlässigkeit, betrügerische oder boshafte Absicht oder Fehler in Betriebsabläufen handelt. Pfizer verlangte sogar, dass die Länder Staatsvermögen als Sicherheit einsetzen sollten – z. B. Bankreserven, Botschaftsgebäude oder Militärbasen.   

Die Gewinne streicht Pfizer also ein, die Kosten und das Risiko tragen die Staaten, mithin die Steuerzahler*innen. Schon die Entwicklung der Impfstoffe wurde massiv mit Steuergeldern unterstützt: Allein Deutschland hat BioNTech/Pfizer dafür 375 Millionen Euro zur Verfügung gestellt; die USA bezahlten für 100 Millionen Impfdosen zwei Milliarden US-Dollar vorab, als der Impfstoff die Phase III der klinischen Prüfungen noch gar nicht erreicht hatte. Für 2021 erwartet Pfizer allein mit dem Impfstoff einen Umsatz von 15 Milliarden US-Dollar.

Eine interessante Kosten-Nutzen-Analyse der Corona-Impfstoffe hat Harald Walach in seinem Blog veröffentlicht. Dabei kommt er zu dem Schluss: „Wir müssten zwischen 25.000 und 10 Millionen Menschen gegen Covid-19 impfen, um einen Todesfall zu verhindern.“ Die Spanne ist so groß, weil die bisherigen  Studien unterschiedliche Ergebnisse liefern und noch keine eindeutigere Aussage zulassen. Er schreibt weiter: „Das klingt zunächst nicht sonderlich problematisch. Dann impfen wir halt alle. Das ist ja auch die momentane Politik. Allerdings übersieht diese Haltung eine wichtige Größe: Wir kennen die Kosten dieser Politik nicht. (…) Alle Covid-19-Impfstoffe kamen auf den Markt, ohne dass die entsprechenden Sicherheitsdaten vorlagen, die normalerweise gefordert werden.“ Im Moment, so Walach, „haben wir eine 50:50-Chance, dass das Spiel gut ausgeht und wir mit dieser Strategie Leben retten anstatt sie zu gefährden.“ Ein Vergleich mit den herkömmlichen Impfstoffen zeige, dass die Anzahl der gemeldeten Nebenwirkungen bei den Covid-19-Impfstoffen, standardisiert auf 100.000 Impfungen, um den Faktor 10 bis 60 höher ist: „Um einen Todesfall zu verhüten, müssten wir im besten Fall 240 bis 1.200 ernste Nebenwirkungen in Kauf nehmen. Im schlechtesten Fall sind es 60.000 bis 300.000 Nebenwirkungen, die Hälfte davon werden schwere sein.“ Ganz abgesehen von der Dunkelziffer, denn die Nebenwirkungsmeldungen bei Impfungen seien „notorisch unzuverlässig“. Und Walach gibt zu bedenken: „Viele der Menschen, die da geimpft werden und möglicherweise ernste Nebenwirkungen davontragen, wären nicht unbedingt an dem Virus erkrankt. Eine Impfung ist immer noch, juristisch gesehen, eine Körperverletzung, zwar im Idealfall mit Einverständnis des Beteiligten, aber immerhin. Es ist sehr bedenklich, dass diese Seite der Medaille komplett unbeachtet bleibt.“

Währenddessen setzt die Politik weiterhin vor allem auf das Impfen als Ausweg aus der Pandemie. Jens Spahn hat bereits „mehr Freiheiten für Geimpfte beim Reisen und Einkaufen“ angekündigt: „Wer vollständig geimpft wurde, kann in Zukunft wie jemand behandelt werden, der negativ getestet wurde.“ Und das, obwohl weiterhin unklar ist, ob Geimpfte das Virus weitergeben können oder nicht, auch wenn das Robert-Koch-Institut berichtet, Geimpfte seien kaum noch ansteckend.

Denn entgegen aller bisherigen Verlautbarungen ist es mitnichten bereits bewiesen, dass sich das Übertragungsrisiko nach einer Impfung verringert (siehe Tagesschau am 29. März 2021). Die STIKO geht weiterhin davon aus, dass auch nach einer Impfung eine Ansteckungsgefahr bestehe: „Es muss davon ausgegangen werden, dass Menschen nach Kontakt mit dem Virus (Exposition) trotz Impfung symptomatisch oder asymptomatisch infiziert werden können und dabei das Virus SARS-CoV-2 ausscheiden (nachgewiesen durch PCR-Testung).“ Weitere Einzelheiten zu dieser Frage hat der Kinderarzt und Impf-Spezialist Steffen Rabe auf seiner Homepage gut verständlich dargelegt.

Spahns Vorstoß stieß bisher innerhalb der Regierung auf wenig Gegenliebe. Kein Wunder – er bricht damit nämlich mit der Lockdown-Logik: „Zu Ende gedacht bedeutet er [der Plan Spahns], dass der Lockdown beendet werden muss“, schreibt die WELT. „Denn was hätte es für einen Sinn, wenn Geimpfte ihre Rechte wieder ausüben können, aber es keine gesellschaftlichen Räume und Betätigungen gibt, diese auch wahrzunehmen? (…) Wenn es mit Geimpften also Menschen gibt, die ihre Rechte wieder ausüben können, würde dies zwingend erfordern, die Corona-Politik gänzlich neu auszurichten.“

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Kinder und Jugendliche

Die fatalen Folgen der jetzigen Politik

Schon mehrfach wurde darauf hingewiesen, wie fatal die Auswirkungen der Lockdowns und Beschränkungen für Kinder und Jugendliche sind. Aber immer noch hat gerade diese Bevölkerungsgruppe keine Lobby im Kanzleramt. Im Gegenteil: Weiterhin werden Kinder als Virenschleudern diffamiert, erst jüngst wieder im SPIEGEL. Die ursprüngliche Überschrift „Kinder werden zur Gefahr für ihre Eltern“ wurde allerdings flugs in „Passt gut auf euch und eure Kinder auf“ geändert, als auf Twitter ein Shitstorm losbrach und der Hashtag #SpiegelBoykott am 26. März lange Zeit auf Platz 1 der Trends stand. In dem Artikel von Raffaela von Bredow heißt es, erst mit der zweiten Welle habe sich die Einsicht durchgesetzt, „dass Schulen und Kitas bei hohen Inzidenzen keine Null-Covid-Inseln sind, sondern Ansteckungsherde – wie alle Orte, an denen Menschen sich tummeln, singen, schreien, lachen, sprechen, atmen“. Eine Folge des „laxen Umgangs mit dem Virus“ zeige sich „in jenen Ländern, in denen die Mutante schon länger wütet: Die Kinder stecken ihre Eltern an, und die werden krank, manche sogar sehr krank.“ Der einzige Ausweg sei Distanzunterricht, eine Maskenpflicht in allen Klassen, auch in Grundschulen, sowie verpflichtende Schnelltests für alle.

Dass solche massenhaften Corona-Tests von Kindern durchaus zweifelhaft sind, beschreibt der Regensburger Psychologie-Professor Christof Kuhbandner in einem Beitrag für telepolis: Eines der Probleme sei, dass die Tests zu oft falsch-positiv sind, auch wenn sie von Fachkräften vorgenommen werden. Kuhbandner stellt eine Beispielrechnung auf: „Würde man alle der rund 1,65 Millionen Schüler in Bayern einmal pro Woche testen, würden bei einer Falsch-Positiv-Rate von 4,3 Prozent – siehe Studie der österreichischen Gesundheitsbehörde Ages – pro Woche knapp 70.950 Schüler fälschlicherweise ein positives Testergebnis erhalten. Diese Schüler müssten zumindest bis zum Erhalt des Ergebnisses der Nachtestung mit einem PCR-Test grundlos in Quarantäne und womöglich auch jeweils die ganze Klasse, und die Schüler und Familien würden grundlos in Angst versetzt.“ Auch nachfolgende Bestätigungstests lösen das Problem nicht: „Würde man jedes in einem Schnelltest erhaltene positive Ergebnis mit einem zweiten Schnelltest nachtesten und nur die Schüler (und Klassen) in Quarantäne schicken, die zweimal ein positives Testergebnis erhalten, würde man bei einer wöchentlichen Testung der 1,65 Millionen Schüler in Bayern bei einer Falsch-Positiv-Rate von 4,3 Prozent (Ages) noch immer über 3.000 Kinder pro Woche grundlos in Quarantäne schicken.“

Interessant sind in diesem Zusammenhang die Ergebnisse einer großen Studie, die alle in Schottland aufgetretenen Corona-Fälle daraufhin analysierte, welche Faktoren dazu beitrugen, dass jemand eine schwere Covid-19-Erkrankung entwickelte. „Dabei zeigte sich“, schreibt Kuhbandner, „dass Lehrkräfte im Vergleich zu anderen Berufen ein um 64 Prozent reduziertes Risiko aufwiesen, schwer an Covid-19 zu erkranken.“ Bei Erwachsenen mit im Haushalt lebenden Kindern war das Risiko um 28 Prozent verringert. Der Effekt bestand sogar dann, wenn die Erwachsenen zu einer Hochrisikogruppe gehörten. Sein Fazit: „Es ist fraglich, inwiefern aufgrund des bereits sehr geringen Infektionsgeschehens an Schulen überhaupt zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Vielmehr könnte es sogar sein, dass Schulen und Kindertagesstätten entgegen anfänglicher Befürchtungen nicht nur keine Treiber der Pandemie sind, sondern sogar eine Schutzfunktion vor schweren Erkrankungen darstellen können. (…) Angesichts der Beobachtung von stark steigenden psychischen Belastungen bei Kindern und Jugendlichen wäre es höchste Zeit, die Rechte der Kinder zu achten und das Wohl der Kinder vorrangig zu berücksichtigen.“ 

Auch medizinische Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland, die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene teilen in einer gemeinsamen Stellungnahme zu den Teststrategien zur Covid-Diagnostik in Schulen mit:

„Ausgehend von allgemein anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen der Screening- und Infektionsdiagnostik erscheint es angesichts fehlender Daten zur Validität von Antigenschnelltests gerade bei asymptomatischen Kindern zum jetzigen Zeitpunkt weder gerechtfertigt noch angemessen, diese Tests flächendeckend in Schulen und KiTas einzusetzen. Es ist zu erwarten, dass die Zahl falsch negativer und falsch positiver Ergebnisse inakzeptabel hoch sein und weit mehr Schaden als Nutzen mit sich bringen wird. Hinzu kommt das Potenzial großer präanalytischer Fehler in der Probenentnahme. Unterschätzt werden die negativen psychologischen Auswirkungen repetitiver Testungen, insbesondere junger Kinder, die entsprechende Konsequenzen wie Quarantäne der eigenen Person oder der Sozialgemeinschaft nach sich ziehen, nicht zuletzt wenn sie möglicherweise aufgrund der invaliden Testmethode wieder aufgehoben werden müssen“.

Das unterstützt auch der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Neubrandenburg, Dr. Sven Armbrust, der sich sehr für einen Präsenzunterricht in Grundschulen aussprach und gegen eine Testpflicht an Schulen. In einem viel beachteten (und bei YouTube mehrfach wieder gelöschten) Vortrag bezog er eindeutig Stellung zu den Folgen der derzeitigen Entwicklung an den Schulen für die Kinder: „Die Digitalisierung ist toll, aber im Silicon Valley ist man inzwischen wieder zurückgegangen, man hat die Tafeln wieder rausgeholt, denn nur, was man geschrieben hat, bleibt im Kopf, und nicht, was man getippt hat – dazu gibt es wunderbare große Studien. Digitalisierung in den Schulen ja – aber nicht die Whiteboards und die Laptops und die Tablets das Schreiben ersetzen lassen. Das wird den Gehirnen der sich entwickelnden Kinder nicht gerecht. (…) Distanzlernen, Wechselmodell, Online, Schutzwoche … Soll ich Ihnen sagen, was ich dazu als Kinderarzt sage? Alles Mist!“ Es bedeute, dass man etwa die Hälfte der Kinder nicht beschule. Online-Schule bedeute eine Halbierung der Schulzeit, egal, wie toll man das verbräme, es sei am Ende Mist, weil es eine Krücke sei. Kinder jedoch bräuchten Konstanz. Armbrust rückt auch die Verhältnismäßigkeit der Inzidenz ins richtige Licht und warnt davor, sich nicht „von der Macht der kleinen Zahlen täuschen zu lassen“. Auch plädiert er dafür, dass Grundschüler*innen im Unterricht keine Masken tragen müssen, weil die Kinder dann nicht mehr richtig sprechen lernen – seine eigene Tochter beginne bereits zu nuscheln, weil ihr die Mimik der Lehrer*in fehle und die Sprache hinter der Maske immer verwaschen klinge. Für dieses Plädoyer musste Armbrust viele Prügel einstecken, blieb aber im Wesentlichen bei seiner Position, wie der Nordkurier berichtete.

Dass FFP2-Masken nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen mehr schaden als nützen können, meint die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene, die den Beschluss des Berliner Senats, ab 31. März eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Leben einzuführen massiv kritisierte: „FFP2-Masken sind Hochleistungs-Atemschutzmasken, die für den Arbeitsplatz bestimmt sind. Nur bei korrekter Anwendung übertrifft ihre Wirksamkeit im Allgemeinen jene von chirurgischem Mund-Nasen-Schutz.“ Dafür brauche es eine Anleitung zum richtigen Tragen und eine individuelle Anpassung. Auch erfordere eine korrekt getragene FFP2-Maske „eine erhebliche Atemarbeit, die bereits bei geringer Anstrengung spürbar und bei stärkerer körperlicher Belastung deutlich beeinträchtigend wird und zu Luftnot führt. (…) Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger verleitet diese Atemerschwernis zum falschen Tragen und zum Atmen durch die Leckagen. Dies betrifft besonders ältere Personen und Personen mit Lungen- oder Herzerkrankungen. Für diese bedeutet das FFP2-Masken-Tragegebot, dass sie entweder das Haus nicht verlassen können, dass sie im Falle des Nichtragens von Masken in der Öffentlichkeit ein Bußgeld bezahlen müssen, oder dass sie die Maske so tragen, dass sie atmen können – das heißt, dass die Maske nicht dicht sitzt. Damit sind sie ungeschützt. Der Beschluss des Berliner Senats zu einem FFP2-Masken-Tragegebot gefährdet die Bevölkerung.“

Diese Maskenpflicht erscheint bei Kindern umso bedenklicher, als die FFP2- und auch die OP-Masken aus einem thermoplastischen Kunststoff bestehen, der als Sondermüll gilt, wie Michael Braungart, wissenschaftlicher Leiter des Hamburger Umweltinstituts auf telepolis ausführt. Das Material erscheint zwar wie Papier, enthält aber Klebstoffe, Bindemittel, Antioxidantien, UV-Stabilisatoren in großen Mengen sowie flüchtige Kohlenwasserstoffe. Manche sind auch noch mit Formaldehyd oder Anilin sowie künstlichen Duftstoffen versetzt, um den Chemiegeruch zu übertünchen. Blau eingefärbte Masken können Kobalt als Farbstoff enthalten. Besonders problematisch wird es, wenn sich Mikropastikfasern von dem Maskenvlies lösen. Nicht ohne Grund gibt es für diese Masken umfangreiche Anleitungen der Berufsgenossenschaften zum Arbeitsschutz, die jetzt auf einmal Makulatur sind. Braungart empfiehlt, die Masken möglichst nicht lange zu tragen und vor dem Benutzen eine halbe Stunde lang bei 50 Grad in den Backofen zu legen, dann verflüchtigen sich die meisten Schadstoffe.

Bei der Stiftung Warentest sind die meisten FFP2-Masken ohnehin durchgefallen. Von 10 geprüften Masken war nur eine empfehlenswert …

Auch die psychischen Folgen der Maßnahmen halten weiterhin an und gestalten sich immer bedrohlicher. „Niemand sieht die Krisenkinder“, klagt die ZEIT in einer Reportage am 17. März: „Jedes dritte Kind leidet psychisch unter der Pandemie. Die Gewaltambulanz der Charité meldet 23 Prozent mehr häusliche Gewalt gegen Kinder als vor der Corona-Krise.“ Das Sorgentelefon für Kinder verzeichnet einen Anstieg der Anrufe von 20 Prozent.

„Das Schlimmste kommt erst noch“, warnt der Psychologe und Bewusstseinsforscher Manuel Schabus von der Universität Salzburg in einem Interview mit Focus online vor den seelischen und körperlichen Kollateralschäden des Lockdowns bei Kindern und Jugendlichen. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Jugend in ihrer psychischen Entwicklung ein großes Problem mit dem Thema Angst bekommen wird.“ Dann komme es auch „zu mehr psychosomatischen Auswüchsen und körperlichen Erkrankungen“. Kinder könnten später Probleme bekommen, Empathie für andere zu entwickeln, wenn sie ständig mitbekommen, dass Erwachsene Abstand halten und sich nicht berühren oder ständig hinter der Maske verdeckt sind: „Das Erkennen und Verarbeiten von Emotionen hängt stark von der Mimik der Menschen ab, Zuneigung zeigt man durch Körperkontakt. Die Kontaktbeschränkungen und Hygiene-Regeln werden weitreichende Auswirkungen auf unser Gesellschaftsleben haben, weil man davon ausgehen muss, dass diese abnormalen Verhaltensweisen bleiben werden. Schon jetzt kommt es einem ja plötzlich komisch vor, wenn jemand auf uns zugeht und uns die Hand schütteln will.“

Vielleicht ist es gerade angesichts dieser Tatsachen ratsam, dass Eltern – gerade jetzt mit dem einsetzenden Frühling – mit ihren Kinder verstärkt und ohne Maske in die Natur gehen und möglichst unbeschwert miteinander rumalbern, damit die Kinder wieder etwas Positives erleben.

Und vielleicht trägt auch ein Film der Filmemacherinnen Patricia Marchart und Judith Raunig dazu bei, das Bewusstsein für die Not der Kinder zu schärfen. „Lockdown Kinderrechte“ heißt er und ist frei im Internet zugänglich. Was darin für Österreich geschildert wird, gilt genauso für Deutschland und viele andere Länder Europas. Der Film entstand ohne jede öffentliche Förderung und wurde über Spenden finanziert.

gesundheit aktiv

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Das neue Corona-Viren-Ergänzung-Set für die Bicom-Bioresonanztherapie ­

Sehr geehrte Patienten,
wir haben über die Fa.Regumed neue Test- und Therapieampullen bestellt. Somit erweitern sich unsere naturheilkundlichen Anwendungsmöglichkeiten in der Bioresonanztherapie.
Zusätzlich haben wir den Originalimpfstoff von AstraZeneca und Biontech und auch die neuen Einzel- Ampullen mit Frequenzinformationen von Impfstoffen (z.B.: C-BP 21 oder C-AZ 21) von der Fa. Regumed.
Das Ziel ist, das Immunsystem zu stärken und gezielt die Replikation und Reaktivierung von Viren energetisch zu verhindern. Außerdem sollen energetische Belastungen und Blockaden durch Infektionen und Impfungen beseitigt werden. Selbstverständlich müssen begleitend dazu auch immer die Ausleitungsorgane geöffnet werden und weitere toxische Belastungen minimiert werden. Je gesünder das innere Milieu, desto stärker ist das Immunsystem.
ACHTUNG: Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass der Einsatz dieser Bioresonazampullen NICHT die schulmedizinische Behandlung einer Coronainfektion ersetzt.
Somit könnte eine Vorbereitung und Nachbehandlung der Impfung, als auch eine Stabilisierung nach Erkrankung möglich werden. Zusätzlich können die homöopathischen Mittel Silicea und Thuja im Rahmen der Impfungen eingesetzt werden.

Ampulleninformationen:
SARS: enthält Frequenzinformationen von SARS-CoV-1, dem Verursacher von SARS (Schweres akutes respiratorisches Syndrom), einem Betacorona-virus (RNA-Virus), das 2002/2003 zu einer Pandemie führte

MERS: enthält Frequenzinformationen von MERS-CoV (Middle East respiratory syndrome- related coronavirus), einem Betacoronavirus (RNA-Virus), das im Jahr 2012 erstmals identifiziert wurde und zu einer schweren Infektion der Atemwege und Nierenversagen führen kann.

Viren-Abwehr steigern: enthält Frequenzinformationen, die dabei helfen sollen, die Virusinvasion in die Zelle zu verhindern, die Abwehr zu steigern und die Zelle energetisch gegen den Angriff von Viren zu stabilisieren.

Immunsystem unterstützen: enthält Frequenzinformationen, die das Immunsystem unterstützen und modulieren und Überreaktionen verhindern sollen. Gleichzeitig wird der Abtransport von freiwerdenden Toxinen energetisch unterstützt.

Infektiosität mindern: enthält Frequenzinformationen, die die Infektiosität und die Escape -Mechanismen der Viren energetisch vermindern und gleichzeitig die Apoptose anregen sollen.

Virusreplikation verhindern: enthält Frequenzinformationen, welche die Virenvermehrung und anschließende Freisetzung in das Blut- und Lymphsystem energetisch verhindern sollen.

RNA Impfungen ausgleichen: enthält Frequenzinformationen, die Nebenwirkungen von mRNA-Impfungen mindern und überschießende Immunreaktionen auf energetischem Weg verhindern sollen.

Nervensystem stabilisieren: enthält Frequenzinformationen, die das gesamte Nervensystem energetisch stabilisieren, Zellen regenerieren und postinfektiöse Restsymptomatik (z.B. Geruchs- und Geschmacksstörungen) beseitigen sollen.

Atemwege stabilisieren: enthält Frequenzinformationen, welche die Atemwege energetisch stabilisieren, Zellen regenerieren und das Immunsystem entsprechend unterstützen sollen.

Energetische Blockaden auflösen: enthält Informationen, welche die energetischen Blockaden im Rahmen einer Infektion oder Impfung und die damit verbundene Stagnation beseitigen und die Heilung beschleunigen sollen.

Eine weitere Zusammenstellung ganzheitlicher Therapiemöglichkeiten bei und nach Virusinfektionen, insbesondere Covid-19 in unserer Praxis:
Engystol, Grippheel, Infludoron, Metavirulent bei grippalem Infekt

Bryonia/Stannum von Wala bei trockenem Husten mit Atemnot, auch bei Geschmacks- und Geruchsstörungen und der Post-Coronaschwäche.

Bei Schwäche in Verbindung mit starken Kopfschmerzen noch das homöopathische Mittel Chininum arsenicoscum D12 und bei nächtlichem Husten und Alpträumen Cuprum arsenicosum D12 (Schüssler Salz Nr. 19).

Die Prophylaxe bestand in Hong Kong in der abwechselnden Gabe von Gelsemium C30 und Bryonia C30 (jeden Mittwoch 3 Globuli).

Jawahar Shah, Indien, der ein Team von 150 Therapeuten, vorwiegend Ärzten, leitet: Arsenicum album C30 3×3 Globuli täglich für drei Tage, dann Arsenicum jodatum C6 3×3 Globuli für drei Tage, dann eine Pause bis zum nächsten Monat. Dann wird dasselbe im darauffolgenden Monat wiederholt.

“Kolloid G von SpenglersanNotakehl D5 und Quentakehl D5, Pefrakehl D5 und Fortakehl D5 von Sanum-Kehlbeck.

Meteoreisen von Wala

Vit D und Zink hochdosiert inkl. Mikronährstoffanalyse und Vit. A, C, Selen ggf Vit. C-Hochdosistherapie i.v.

Chinesische Kräutermischung: Shufeng Jiedu von der Bahnhofsapotheke Kempten, Apotheker Herr Wolf

Hydroxychloroquin(sulfat) Dr. Eberth 200 mg FT, Dosierung nach Körpergewicht, Dosisanpassung bei Leber- und Nierenproblemen nur nach ärztlicher Rücksprache und Anordnung

Ozontherapie intravenös

Eigenblut mit Echinacea Comp, Meteoreisen, Lymphomyosot oder anderen Arzneimischungen, je nach Schwerpunkt und Symptomatik

„die stärksten natürlichen Antibiotitika, z.B. Kurkuma, Apfelessig, Knoblauch, …

Smoothies, Weizengrassaft, Sprossen und Wildkräuter

Dies ist sicherlich nur ein kleiner Teil der komplementären Therapieoptionen, die weltweit eingesetzt werden im Rahmen der „Pandemie“.

Herzliche Grüße, Andreas Flörchinger